Clickern + Beute

Anna ist ein Clickerhund. Mit sechs Wochen haben wir angefangen, beide Babies zu clickern, in Vorbereitung auf spätere “Aufgaben”. Atze wird weiter so gearbeitet und Anna natürlich auch.

Warum eigentlich Clickern?? Wir haben intensiv mit der Clickerei vor ca. sechs Jahren angefangen. Coffee und Kiwi sind unsere ersten Hunde gewesen, die damit gearbeitet wurden. Mit den Jahren und einige Seminare später (z.B. bei Uta Bindels in 2008), haben wir den Umgang damit immer weiter perfektioniert. Fasziniert hat uns immer die Einfachheit der Methode, die es uns ermöglicht Bestätigung und Lob für den Hund verständlich zeitnah zu vermitteln, in dem der Verstärker gesetzt wird.

Egal, ob in der Unterordnungsausbildung mit Ziel Begleithund oder im Agility bei der Erarbeitung von speziellen Geräten und Sequenzen ist der Clicker immer mit dabei und wird genutzt. Mittlerweile ist uns die Arbeit damit in Fleisch und Blut übergegangen.

So war also auch Anna frühzeitig klar, dass dieses Geräusch eine positiven Charakter für sie hat und wir konnten damit anfangen, kleine Übungen zu etablieren. Einfache Sachen, wie der Hand folgen, wo die Leckerchen drin waren oder der anderen Hand folgen, in der dann keine waren. Das E. Lindt Babyagispielzeug diente dazu, sie aktiv zu machen, ging sie hin um mal zu gucken, was das ist, gab es den Click, also alles ganz einfach und locker. Dafür gibt es tausend und ein Verhalten, welches man bestätigen kann, sei es ein Blick, eine Wendung, ein Sitz, egal. So habe ich versucht, dem Zwerg zu vermitteln, dass es toll ist, auch mal das Gehirn einzuschalten und Sachen zu probieren.

Wobei wir unsere Hunde nicht komplett shapen, also jeden Bewegungsablauf über Probieren und die Bestätigung, etablieren. Manches geben wir vor, wo es sinnvoll ist, schließen von 5 Türen vier und lassen diese eine Möglichkeit offen. Auch in den späteren Erfahrungsberichten wird dies immer mal wieder auftauchen, z.B. beim Slalomtraining.

Parrallel dazu haben wir auch immer kleine Beutespiele eingeführt, zotteln und belohnen, wenn das Spielie mal wieder bei mir landete. Kleine Tauschgeschäfte haben sich hier bestens etabliert. In der hundesportlichen Umgangssprache schlicht: Triebaufbau. Hier hat Zwergel von Anfang sehr viel Engagement gezeigt, spielen war von Anfang an super. Uns ist das sehr wichtig, hier Akzente zu setzen, ein Hund, der über seinen Trieb in die Arbeit kommt, arbeitet – wenn man es gut und bewußt aufbaut – zielgerichtet und freudig.

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