Unterordnung

Nicht wirklich eine Liebesheirat. :-)

Mit Anna habe ich dann noch mal bewußter angefangen und ihr Potenzial gefördert. Das Clickern und ihr Spaß an der Arbeit mit mir haben den Einstieg erleichtert. Im Gegensatz zu Coffee, bei der ich früh mit Positionen angefangen habe, die außer in der Prüfung (wo Frauchen ein Opfer ihrer Nerven wurde) einfach wunderschön waren, habe ich mit der Orientierung zu mir angefangen.

Durch die Erfahrung mit mehreren Hunden weiß ich, dass die Positionen, wie Sitz und Platz im Rahmen der Ausbildung, wie wir sie aufbauen, leichter einzuarbeiten sind, als ein konzentriertes, freudiges Fuß über eine ganze Prüfung ohne Bestätigung. Heute, Anna ist 12 Monate alt, macht mir das erste Mal Unterordnung mit einem meiner Hunde wirklich Freude. Das ist etwas, was ich immer gehofft habe, aber ich wußte nicht, ob es mir mal vergönnt sein würde. Noch stehen wir natürlich am Anfang, wir laufen kleine Strecken, Winkel, Hereinrufen, mal Positionen… alles nichts spektakuläres, wenn man es so aufzählt. Das für mich Erwähnenswerte ist die Art wie Anna arbeitet, engagiert, voll konzentriert, weicht sie meinem linken Bein kaum von der Seite. Wir arbeiten in dieser Phase IMMER ohne Leine, was bisher nie eine Schwierigkeit bedeutet hat.

Wenn das Wetter wieder besser wird, werden wir mal ein Video machen.

Wann wir bereit sind, eine Prüfung zu machen, kann ich nicht sagen, denn ich bin nie eine Vertreterin der Praxis gewesen: Hauptsache Prüfung, egal wie! Wir wissen, dass ein in der Unterordnung nach modernen Maßstäben ausgebildeter Hund auch eine gute Basis für Agility hat, Führigkeit und Bindung werden gestärkt. In der Regel wird die UO von Agility-Sportlern nur selten geliebt und oft auch geradezu als notwendiges Übel betrachtet, aber eine fundierte, triebbasierte Ausbildung bringt viele positive Aspekte, die man nicht unterschätzen sollte. Und: sowas braucht seine Zeit… wir werden sehen.

Update Mai 2010:

Unser kleines Drauf-Drunter-Drüber hat ein Problem: Still sitzen, still liegen usw. Wir kämpfen zur Zeit um Sekunden bei dem Versuch, das Energiebündel abzulegen. Nicht einfach. Madame findet es einfach zum Gähnen langweilig. Recht hat sie ja, aber nützt ja nix. Wir müssen also jetzt intensiv daran arbeiten, die Waage zwischen “Ich bin ein aktiver Hund” und “Ich kann auch unter Kontrolle sein und BLEIBEN!”. Wir werden weiter berichten.

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