Ein Wunsch
Als wir uns mit der Zucht des Parson Russell Terriers begannen zu beschäftigen, war Hazel drei Jahre alt, also ungefähr im Jahre 2002. Unsere Hazel, die ein einmaliger, unwiderstehlicher und etwas mürrischer Zeitgenosse ist, hat mich bis heute mit ihrem Charakter völlig in ihren Bann gezogen. Optisch ist sie ein Typ, dann man heute als eher nicht mehr zeitgemäß beurteilen würde, in einer Ära, in der die Parson Russell Terrier, die auf Shows erfolgreich gezeigt werden, überwiegend wenig Farbe, viel Bart und eine gute Knochenstärke mit entsprechender Größe haben (um nur die auffälligsten Punkte zu nennen). Bunte und/oder glatte Vertreter der Rasse ergattern dort selten eine gute Positionierung, selbst, wenn das Exterieur gleich guter Qualität ist. Ich kann nur jedem empfehlen, der sich für die Rasse interessiert, mal ein oder zwei Shows anzusehen und sich dann aber auch auf den HPes verschiedenster Züchter umzusehen, um dort auch die Unterschiede ausmachen zu können, die die Rasse bis heute auch charakerisieren und auszeichnen.

Hazel im Alter von sieben Jahren
Was nicht bedeutet, dass sie nicht eine sehr würdige Vertreterin ihrer Rasse wäre, im Gegenteil. Sie vereinigt ein sehr gutes Exterieur mit einem herausragenden Wesen und Arbeitswillen.
So hatten wir den Wunsch, diese Vorzüge fortzuführen. Leider machte uns die Zeit einen dicken Strich durch die Rechnung. Denn, da ich mit Hazeline sportlich sehr aktiv war und bin, stand die Zucht mit ihr nie an erster Stelle. Als wir dann mit fünf Jahren zu ihrer letzten Untersuchung gingen, stellte sich heraus, dass sie eine leichte Veränderung am linken Auge hat, die sie von der Zucht ausschloß. Viele Tränen flossen bei mir, Hazel war und ist es egal, bis heute können wir keine Einschränkungen oder Veränderungen an ihren Augen feststellen.
Kurz darauf zog Coffee bei uns ein – auch sie sollte mich sportlich begleiten, zu Anfang stand der Wunsch nicht im Vordergrund, sie zur Zucht zuzulassen. Eine kleine, glatthaarige Schlabberschnute mit kräftigem Fundament und zauberhaften Wesen. Optisch und charakterlich unterscheidet sie sich extrem von unserer Hazel, sie ist menschenbezogen, führig und geht Konflikten lieber aus dem Weg als sie herauszufordern. Was für unser Rudel eher zuträglich ist. Zwei dominante Zickleins arrangieren sich halt schwerer.

Coffee entwickelte sich zu einer sehr ansehnlichen glatthaarigen Hündin, die man so auch recht selten sieht, die zusätzlich mit ihrem Charme wirklich jeden um die Pfote wickelt. Ihr Wesen ist lebhaft, sie hält immer den Kontakt zum “Mutterschiff” und lernt rasend schnell, auch nicht so erwünschte Dinge. So dass wir unsere Pläne doch noch mal einen Wurf im Zwinger Stormy Wight´s auf die Welt zu bringen, anpeilen konnten. Coffee absolvierte alle nötigen Prüfungen, Gesundheitschecks und ihre Zuchtzulassung “vorzüglich”, und wir nahmen deshalb das Projekt “Babies” Ende 2008 endgültig in Angriff.
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